Was sind Faszien überhaupt?

Faszien sind die Ursache der meisten Schmerzen, Faszien sind unser größtest Sinnesorgan, bilden das Netzwerk, das unseren Körper formt.

Man versteht darunter alle kollagenen, faserigen Bindegewebe als Teil des körperweiten Fasziennetzes. Teile davon sind das intramuskuläre Bindegewebe und das Unterhautbindegewebe (Fascia superficialis). Die Gelenkkapseln werden als Verstärkungen von Muskelhüllen, Ligamenten und Sehnen verstanden.

Faszien

Sie sind die Ursache der meisten Schmerzen, Faszien sind unser größtest Sinnesorgan, bilden das Netzwerk, das unseren Körper formt.
Faszien umgeben jeden Muskel, jedes Organ und jede Bandstruktur und vernetzen so unseren ganzen Körper. Gesunde Faszien sind lokale Anpassungen an die körperlichen Anforderungen und Bedingungen.
So sind die Maschen dieses Netzwerks locker und zart wie Spinnenfäden, an manchen Bereichen wiederum dicht und straff verwebt. Diese Gewebe-Resilienz gibt uns Form und Kontur, weist eine hohe Zugspannung auf, ermöglicht mühelos gleitende Bewegungen und Bewegungsfreiheit der Gelenke in vielerlei Richtungen und Winkel.
Faszien in Detailansicht
Im gesunden Körper bilden die Fasern also eine Art Gewebekontinuum, das ständigen Auf- und Abbauprozessen unterliegt. Eine Besonderheit des Bindegewebes ist seine enorme Anpassungsfähigkeit: Es reagiert auf wiederkehrende Dehn- und Bewegungsbelastungen, indem es seine Länge, Stärke und Gleitfähigkeit verändert. Dabei fungieren die körpereigenen Bindegewebszellen – die Myofibroblasten – als aktive Netzwerker, in dem sie nach einer mechanischen Stimulation mehr Kollagen anlegen oder z.B. bei Bewegungsmangel Kollagen abbauen. So nimmt bspw. durch das alltägliche Gehen auf zwei Beinen die Oberschenkelfaszie an der Außenseite spürbar an Festigkeit zu.
Würden wir uns wie Cowboys über viele Stunden an einem Pferderücken festklammern, wäre es genau umgekehrt: Die Faszie an der Innenseite wäre deutlich stärker ausgeprägt.

Die gute Nachricht:

  • Faszien wollen gepflegt und stimuliert werden. Das Gewebe kann gepflegt und gestärkt werden.
  • Deformierte  Bandscheiben können zur Regeneration motiviert werden. (Behutsam aber stätig)
  • Schmerzauslöser ist zu 80% nicht ident mit dem schmerzauftretenden Punkt. (von außen nähern)
  • Faszien sind dankbar für jede Unterstützung und reagieren nachhaltig auf unterstützende Regulierung.

Faszien Muskelbuendel

Meinung bisher:

  • Faszien sind funktionsloser Füllstoff
  • Muskeln enden an Sehnen und übertragen die Kraft an die Gelenke
  • Sehnen sind reines Bindeglied zwischen Muskeln und Knochen.
  • Muskeln musst du stärken und Sehnen musst du dehnen um gelenkiger zu sein.

Fakten neu:

  • Die meisten Verletzungen sind Faszienverletzungen.
  • Es sind 6x soviel Nervenendungen als in den Muskeln
  • Zum faszialen Gewebe zählen Sehnen, Bänder, Gelenke, Knorpel und Bandscheiben.

Wartung und Pflege

 Wie unterstützen wir die optimale Faszienentwicklung:

  1. Rebound Elasticity – Katapult Mechanismus
    Durch eine Vorspannung wird die gespeicherte Energie freigegeben. -> Steppengazelle
  2. Fascial Stretch – Dehnen langer Ketten
    Lang gezogene Übungen über mehrere Fasziale Bahnen (von der Fusssohle bis zu den Fingerspitzen)
  3. Propriozeptives Refinement -sinnliche Bewegung
    Unseren Körper nehmen wir hauptsächlich über unsere Faszien wahr und je besser unsere Propriozeption ist, desto besser werden unsere Bewegungsabläufe. Neu ist, dass sich eine gute Propriozeption direkt und positiv auf myofasziale Schmerzen auswirkt.
  4. Fascial Release – Eigenbehnadlung mit der Rolle.
    Die lösenden Techniken sind bereits aus der Manualtherapie bzw. dem Rolfing bekannt. Bei der Eigenbehandlung übernimmt die feste Schaumstoffrolle die Aufgabe des Behandlers.

Die Lösung

  • Punkt 1-3: Haben wir mit Smovey in Griff
  • Punkt 4: Ganz einfach mit der Black-Roll in den verschiedenen Variationen